Neues aus der Abtei

Mit vorsichtigen Schritten: Wir öffnen das Gästehaus!

Meditationsraum Gästehaus
Unser Gästehaus lädt wieder ein!

Nach sieben Monaten Schließung können und wollen wir zum 1. Juni unser Gästehaus wieder öffnen!

Das wird mit vorsichtigen Schritten geschehen, in der Hoffnung, dass die Inzidenz-Zahlen auf ihrem nun niedrigem Stand stabil bleiben.

Dazu gehört eine konsequente Testpflicht: Wer nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss bei der Anreise einen negativen Test nachweisen, der während des Aufenthaltes alle zwei Tage erneuert werden muss. Alle praktischen Informationen zu den Corona-Regeln finden Sie hier

Eine volle Auslastung ist derzeit noch nicht möglich, so dass nicht alle Terminwünsche unserer Gäste erfüllt werden können. Doch hoffen wir sehr, nun bald alle, die lange auf einen Besuch in der Abtei gewartet haben, wieder bei uns begrüßen zu können!
Herzlich willkommen, wir freuen uns auf Sie!


„Tierisch aktuell“

Vom Ende einer Quarantäne
Sr. Lioba im Hühnerhof
Freude im Hühnerhof – bei Mensch und Tier!

Im März brach in einigen landwirtschaftlichen Betrieben unserer Region die Geflügelpest aus. Die Behörden ergriffen umgehend Maßnahmen, um die Verbreitung einzudämmen. Auch im Kreis Gütersloh galt seitdem Stallpflicht für alles Federvieh: Viele Wochen übten unsere Hühner „stay at home“.

Dank des tierischen „Lockdowns“ kam das Infektionsgeschehen zum Stillstand. Ein schöner Nebeneffekt war die Schonung der Stall-Umwelt: Im sonst kahlen Hühnerhof entwickelten sich, ungestört von scharrenden Krallen und pickenden Schnäbeln, sämtliche Samen-Ressourcen zu einem stattlichen grünen Teppich.

An diesem Mai-Montag war es nun endlich soweit: Die Stallpflicht wurde aufgehoben, den Hühnern ihre Freiheitsrechte zurückgegeben. Mit Hebung der Klappe zum Gehege öffnete die heimische Außengastronomie und bot der staunenden Hühnerschar eine reichhaltige Festtags-Tafel! Mit sichtlicher Begeisterung stürzten sich die Hennen in die wiedergewonnene Reisefreiheit und genossen das erste Sonnen-Sand-Bad dieses Jahres.

Eine tierisch aktuelle Geschichte - hoffentlich!


Bis Pfingsten aktuell: unser „Oster-Blog 2021“

Osterglocken im Kreuzgarten
Innenansichten: im Kreuzgarten der Abtei Varensell

Auch in diesem Jahr prägt die weltweite Krise der Corona-Pandemie die Osterzeit. Unser Gästehaus ist noch immer geschlossen. Wir wollen dennoch versuchen, auf dieser Seite Anteil zu geben am österlichen Weg, zu dem wir alle eingeladen sind: in Ostern hineinzuwachsen.

In unserem „Oster-Blog“  geben kleine Texte und Gedanken aus dem aktuellen Erleben der Tage heraus die Möglichkeit, auch über Distanzen hinweg verbunden zu sein. Schauen Sie unter „Aktuelles>Oster-Blog 2021“. Wir freuen uns über jedes Echo!


Heimgang unserer Schwester Candida

Portrait Sr. Candida Sosnowsky OSB
Sr. Candida Sosnowsky OSB

Am Morgen des 19. Januar 2021 verstarb unsere Schwester Candida Sosnowsky OSB im Alter von neunzig Jahren. Der Herr über Leben und Tod rief sie zwar plötzlich, aber nicht unerwartet: Seit längerer Zeit litt Schwester Candida an Atemnot und war auf ständige Sauerstoffzufuhr angewiesen. Ihr beschwerlicher Zustand forderte ihr und allen, die sie pflegend begleiteten, viel Geduld ab. An diesem Vormittag durfte sie nun jedoch nach einem plötzlichen Zusammenbruch in kurzer Zeit ruhig einschlafen.

Schwester Candida wurde 1930 in Waldenburg in Schlesien geboren und erlebte dort den Krieg und die schwere Zeit nach 1945. Als Deutsche durfte sie als junge Frau keine Ausbildung machen und arbeitete als ungelernte Verkäuferin. 1958 siedelte sie mit ihrer Familie, der sie zeitlebens immer sehr verbunden blieb, in die Bundesrepublik aus. Lange Jahre begleitete sie bereits der Wunsch, ihr Leben in einem Orden ganz Gott zu schenken, aber erst 1962 konnte sie in unsere Abtei eintreten.

Nach ihrer Einkleidung wurde ihr zunächst der Versand in unserer Hostienbäckerei anvertraut. Ein neues Tätigkeitsfeld wartete 1970 auf sie, als sie zur Arzthelferin für die internistische Praxis unserer Sr. Dorothea ausgebildet wurde, eine Arbeit, die sie immer verantwortungsvoll und gern ausübte. Sie liebte den Kontakt zu Menschen und ist vielen aus der Umgebung in guter Erinnerung geblieben. Auch im Hostienversand, den sie nach 1994 wieder übernahm, hatte sie am Telefon immer ein offenes Ohr für ihre Kunden. Die Arbeit am Computer dort bewältigte sie auch im hohen Alter überraschend gut und gern – nicht zuletzt um sich durch das Internet stets über das Zeitgeschehen zu informieren.

In der Gemeinschaft konnte Schwester Candida sehr gesellig sein und feierte gern. Ihre ausgefallenen und kreativen Kostüme bereicherten jeden Karnevalsabend. Trotz ihrer schwachen Stimme liebte sie gemeinsame Lieder – „Ich singe die Pausen!“ – und wusste nicht nur etliche Strophen, sondern auch deren verballhornte Nachdichtungen, die sie immer gern zum besten gab.

Wegen einiger chronischer Erkrankungen rechnete Schwester Candida fast zeitlebens mit einem möglichen plötzlichen Tod und setzte sich damit auseinander. Niemand konnte ahnen, dass gerade sie neunzig Jahre alt würde, bevor der Herr sie heimrief. Nun dürfen wir hoffen, dass sie eingehen darf in die Freude ihres Herrn und mit Ihm das österliche Fest der Vollendung feiert.

Am Donnerstag, dem 21. Januar 2021, um 9.00 Uhr feiern wir für unsere Sr. Candida die Eucharistie setzen sie anschließend auf unserem Klosterfriedhof bei.


Goldprofess unserer Schwester Marcellina

Schwester Marcellina
Schwester Marcellina am Tag ihrer Goldprofess

Am 26. Dezember 2020, dem Fest des hl. Stephanus, feierte Sr. Marcellina Fohri OSB ihr „Goldenes Professjubiläum“. Vor fünfzig Jahren hatte sie ihr Leben mit dem benediktinischen Versprechen von „Beständigkeit, Gehorsam und klösterlichem Lebenswandel“ in Gottes Hand gelegt. Gemeinsam mit ihr dankten wir für das Geschenk der Treue. 

In der Eucharistiefeier des Festtages deutete Pfarrer Andreas Zander das Zeugnis des Stephanus als Konsequenz des Weihnachtsgeheimnisses und dankte auch Sr. Marcellina für ihr Lebenszeugnis in der Profess, das die Menschen auf Gott verweist. Aufgrund der Pandemie feierten wir die Goldprofess ganz innerhalb unserer Gemeinschaft - zwar ohne Gäste, aber nicht ohne Freude!

Schwester Marcellina war und ist in verschiedenen Bereichen des Klosters tätig und hat sich als sorgfältige Buchbinderin Verdienste erworben. Derzeit kümmert sie sich gewissenhaft um unsere Wäsche. Im Sommer sorgt sie für Teile des Gästegartens und hat Freude an allem Lebendigen!