Neues aus der Abtei

Schwester Sophia feiert 25-jähriges Professjubiläum

Sr. Sophia

Am Hochfest der „Aufnahme Mariens in den Himmel“ feierte Schwester Sophia Kim OSB ihr silbernes Professjubiläum. Abt Aloysius Althaus OSB aus der Abtei Königsmünster stand der Eucharistiefeier vor und erinnerte in seiner Predigt an die vielen kleinen Dinge, die ein Mönchsleben ausmachen und die zum Gelingen einer Gemeinschaft beitragen, vor allem ein zufriedenes Herz.

Schwester Sophia ist in unserer Gemeinschaft verantwortlich für das Leinenzimmer, d. h. für die Pflege und Instandhaltung der Wäsche; nachmittags besorgt sie die täglichen Arbeiten in der Küche. Darüber hinaus versieht sie in großer Treue viele kleine unsichtbare Dienste im Haus, die man erst bemerkt, wenn sie fehlen, und erweist sich als sehr kreativ und geschickt im Erfinden kleiner nützlicher Alltagsgegenstände ...

Zu Schwester Sophias großer Freude waren zu ihrem Professjubiläum auch ihre Schwester und einige Freundinnen aus ihrer Heimat Korea angereist, die zum Teil auch einige Wochen blieben. Zum Ausklang des Tages luden wir unsere koreanischen Gäste zu einem gemeinsamen Grillabend mit dem ganzen Konvent ein. In einer Liederrunde stellten wir fest, dass in Korea auch deutsche Volkslieder bekannt sind! In die abschließende Komplet im sommerlichen Garten legten wir auch den Dank für diesen gelungenen und fröhlichen Festtag!

 


Sr. Adelgunde feiert 65 Jahre Profess

Sr.Adelgunde
Schwester Adelgunde am Tag ihres Professjubiläums

Am 9. August 2018 feierte unsere Schwester Adelgunde Potthoff OSB ihren 65. Professtag. In der Eucharistiefeier erneuerte sie ihre Profess und sang ihr Suscipe, den Profess-Gesang. Mit Angehörigen und Freunden gab es anschließend ein festliches Frühstück.

Vier Jahrzehnte ihres Klosterlebens hat Sr. Adelgunde als Küchenschwester für das leibliche Wohl der Gemeinschaft und all unserer Gäste gesorgt. Noch immer kümmert sie sich nach Kräften im Refektorium, unserem Speisesaal, um den gedeckten Tisch. Bis vor Kurzem half sie im Nähzimmer unserer Paramentenwerkstatt beim Fertigen der Gewänder in geduldiger Handarbeit.

Am Abend betrachteten wir mit Sr. Adelgunde in unserer Gemeinschaft ein Gebet von Edith Stein, als Lied vertont, das dem Geheimnis der Eucharistie nachspürt: der tiefen Begegnung mit Christus, der ein Leben lang seine Saat sät, „verborgen in dem Leib von Staub“.

Ein Leben in wachsenden Ringen

Sr. Adelgunde selbst hat ihr langes benediktinisches Leben mit einem Gedicht von R. M. Rilke gedeutet:

„Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.“
Und Sr. Adelgunde führte den Gedanken voll Dank und Hoffnung fort:
„... und den letzten Ring wird der barmherzige Herr vollbringen!“


Klang ist Gegenwart: Faszinierende Improvisationen

Flow-Konzert
Zwei spielfreudige Künstler: Hugo Siegmeth und Axel Wolf

„Flow II - Jazz from Renaissance to Brazil“

Unter diesem Titel spielten die Musiker Axel Wolf (Laute) und Hugo Siegmeth (Saxophon) am 25. Juli 2018 um 19 Uhr ein mitreißendes Konzert in der Abtei-Kirche Varensell. 

Die ungewöhnliche Kombination zweier so „ungleichzeitiger“ Instrumente bedeutet schon an sich ein besonderes Klangerlebnis. Dazu kamen die virtuose Leichtigkeit und die mitreißende Spielfreude zweier Meister ihres Fachs. Ihre Improvisationen verbanden die Epochen: berühmte Jazz-Melodien „unterhielten sich“ spannungsreich mit Kompositionen aus Renaissance oder Barock.

Mit der Eröffnung des Konzerts über den lateinischen Eingangsvers des Stundengebets und einer spontanen Improvisation zum gregorianischen Vesperhymnus des Jakobus-Festes, den die Künstler unmittelbar zuvor in unserem Stundengebet gehört hatten, berührten sich unsere Welten: Musik und Gesang ist immer Gegenwart, wie alt oder jung die Traditionen auch sind, sie werden lebendig im Augenblick des Klanges.

Das Konzert war Teil des Workshops »Klänge für spirituelle Räume« im Rahmen des „Klosterfestivals 2018“ vom 21. Juli bis 25. August, eine Initiative des „Netzwerks Klosterlandschaft Ostwestfalen-Lippe“. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Herrn Hans Hermann Jansen, der dieses Konzert in unserer Abteikirche organisiert und begleitet hat, und bei den beiden Künstlern Axel Wolf und Hugo Siegmeth, die uns erneut diesen wunderbaren Abend geschenkt haben!

Mitreißende Improvisationen mit Saxophon und Laute

Konventsausflug nach Marienrode

Einladung nach Marienrode
Kreuzgarten Marienrode
Kreuzgarten im Benediktinerinnen-Priorat Marienrode

Am 27. Juni folgten wir der Einladung unserer benediktinischen Mitschwestern nach Marienrode: Vierzehn Schwestern machten sich auf den Weg in Richtung Hildesheim und wurden dort sehr herzlich empfangen. Mit den Schwestern von Marienrode verbindet uns eine besondere Gemeinschaft, in der wir regelmäßg einander in unser Gebet nehmen und auf diese Weise tiefer umeinander wissen.

Nach einer kleinen Stärkung zur Begrüßung sangen wir die Mittagshore in der wunderschönen gotischen Kirche der alten zisterziensischen Klosteranlage, in der der Konvent seit 1988 das monastische Leben weiterführt. Danach gab es bei strahlendem Sommerwetter ein Grillfest im Garten, das wir sehr genossen haben!

Marienrode Austausch
Interessante Gespräche ...

Anschließend zeigten uns die Marienroder Mitschwestern in kleinen Führungen Kirche, Haus, Garten und Gästehaus. Beim Kaffeetrinken in großer Runde gab es einen regen Austausch über aktuelle Ereignisse und Anliegen unserer Gemeinschaften. Immer wieder können wir Erfahrungen teilen, voneinander lernen, uns beraten und Anregungen geben und nehmen. 

Am späten Nachmittag fuhren wir wieder heimwärts - auf leergefagten Straßen während des letzten Spiels der deutschen Mannschaft bei der Fußball-WM ...

Für uns war es ein wunderbarer Tag, erfüllt von guten Gesprächen und Begegnungen - und eine schöne Erfahrung der Verbundenheit im Leben unserer Gemeinschaften!

„Pax benedictina“ beim Katholikentag in Münster

Fahnen mit unserem Logo in Münster
Unübersehbar: Die Benediktiner beim Gottesdienst auf dem Schlossplatz!

„Suche Frieden!“

Unter diesem Leitwort erlebten wir vom 9. bis 13. Mai den 101. Deutschen Katholikentag in Münster. Unser Angebot der PAX BENEDICTINA führte rund sechzig Mitbrüder und -schwestern aus sechzehn deutschen Klöstern und aus Jerusalem/Tabgha zusammen. Allein das Miteinander war bereits ein Erlebnis und ein Geschenk für uns alle!

Und sehr viele Menschen kamen zu uns : Die Ludgerikirche füllte sich zu jeder Hore des Stundengebets, auch noch zur Komplet um 22 Uhr bis auf den letzten Platz und darüber hinaus. Die Impulse, Workshops und das „Hand-Werk“ mit kreativem Tun waren gut besucht, die Räume viel zu klein für die vielen Besucher.

Unsere kleine Bildergalerie vermittelt Eindrücke aus diesen reichen Tagen voller Leben!