Schritte ins Kloster…

  • Noviziat: Schritte ins Kloster
  • näher kommen: zu Gast sein
    Wenn Sie sich die Frage stellen, ob das Leben als Benediktinerin auch Ihr Weg sein könnte, kommen Sie nach Möglichkeit öfter zu uns, verbringen Sie ab und zu einige Tage hier als Gast. So lernen Sie uns, unser Beten und Leben näher kennen und spüren, ob es zu Ihnen passt.
  • das Gespräch suchen
    Die Novizenmeisterin, die die neu ins Kloster Gekommenen begleitet, steht dafür gern zur Verfügung. Es gilt, gemeinsam zu hören und zu schauen, was Sie bewegt und was Gott für Sie will.
  • den Weg ausprobieren: Probezeit
    Wenn Sie und wir meinen, dass das Klosterleben für Sie tatsächlich in Betracht kommt, können Sie eine „Probezeit“ bei uns verbringen, d. h. Sie können für etwa vier Wochen innerhalb der Klausur mit der Gemeinschaft leben. Während dieser Zeit teilen Sie den Alltag der Novizinnen und werden begleitet, um gemeinsam in aller Offenheit nach dem Willen Gottes für Sie zu suchen.
  • eintreten: Postulat
    Mit dem Eintritt ins Kloster beginnt das Postulat, eine Zeit des Einlebens von ca. 6-12 Monaten, in der Sie das Leben nach der Regel des heiligen Benedikt näher kennenlernen und sich darin einüben. Dazu gehört die Bereitschaft, die eigene Berufung zu diesem Weg zu prüfen und von der Gemeinschaft prüfen zu lassen. Stimmen beide Seiten zu, endet diese Zeit mit der Aufnahme als Novizin.
  • sich ganz einlassen: Noviziat
    Mit der Aufnahme ins Noviziat der Gemeinschaft erhält die neue Mitschwester das Ordensgewand und einen neuen Namen als Zeichen ihres neu begonnenen Weges. Das erste Jahr des Noviziats ist eine besonders intensive Zeit der Erprobung, in der die Novizin auf Außenkontakte weitgehend verzichtet, um Raum zu schaffen für eine Vertiefung des ganz persönlichen, inneren Weges mit Gott.
    Der Nachmittag der Novizinnen ist reserviert für Unterricht und Studienzeit, vormittags arbeiten sie in verschiedenen Arbeitsbereichen. Das gewährt die Möglichkeit, sich mit der gewählten Lebensform vertraut zu machen und intensiv auseinanderzusetzen. Auf diesem Weg begleitet sie die Novizenmeisterin.
  • sich binden: zeitliche Profess
    Nach zwei Jahren Noviziat entscheidet sich die Novizin, ob sie das Versprechen der zeitlichen Profess ablegen will. Auch die Gemeinschaft der Schwestern stimmt darüber ab, die Novizin durch die Profess in die Gemeinschaft des Klosters aufzunehmen.
    In der Profess schenkt sich die Schwester in freier Hingabe Gott, indem sie die drei benediktinischen Gelübde ablegt: Beständigkeit, klösterlichen Lebenswandel und Gehorsam. Dieses Versprechen bindet sie nun geistlich und auch rechtlich für drei Jahre an die Gemeinschaft und an die benediktinische Lebensform: Darin findet ihre Liebe zu Gott ihren verbindlichen und konkreten Ausdruck. In den folgenden Jahren kann und muss sich diese Entscheidung im Alltag bewähren.
  • Antwort geben mit dem ganzen Leben: feierliche Profess
    Nach Ablauf der drei Jahre bindet sich die Schwester schließlich in der feierlichen Profess auf Lebenszeit an die Gemeinschaft ihrer Mitschwestern und an die benediktinische Lebensweise. Ohne Bedingungen und ohne Vorbehalt legt sie auf diese Weise ihr Leben in Gottes Hand, der sie zum klösterlichen Leben beruft. Ihn zu suchen und immer tiefer zu finden, macht ihr Leben aus. Mit der feierlichen Profess, auch „ewige“ genannt, gehört sie mit allen Rechten und Pflichten zur Gemeinschaft, die mit ihr zusammen in großer Hoffnung unterwegs ist: „Christus dem Herrn entgegen.“