Unser Jahresleitwort 2017: „Er ist unser Friede.“

Der Friede des Herzens

Frieden beginnt im eigenen Herzen. Das mag selbstverständlich klingen, und doch müssen wir immer wieder daran erinnert werden.

Sei es im Miteinander des Alltags, sei es in Zeiten der Stille und des Alleinseins, immer wieder werden wir mit dem konfrontiert, was in uns selbst unbefriedet ist. Gefühle wie Ärger, Neid oder Zorn können uns beherrschen; es gibt Zeiten, in denen Angst, Enttäuschung oder Trauer lähmen. Schmerzlich stoßen wir an die eigenen Grenzen, leiden an Wunden in unserer Lebensgeschichte. In der Verbundenheit mit Christus können wir es wagen, uns der eigenen Wahrheit zu stellen.

Ein Leben lang bleibt es unsere Aufgabe, das anzunehmen und in uns zu versöhnen, was geworden ist. Nur wer mit sich selbst versöhnt ist, der kann auch in Frieden mit den anderen leben.

Der Mönch, der in sich „un-befriedet“ ist, wird „un-zu-frieden“ und trägt den Geist des Unfriedens in die Gemeinschaft. Das zeigt sich vor allem im „Murren“, vor dem Benedikt immer wieder warnt (vgl. z.B. RB 34,6-7).

„Ich bin dein Friede“, dieses Wort spricht Christus einer jeden von uns zu. Alle unsere Widersprüchlichkeiten können in ihm zu „shalom“ finden, zu Heil und Ganzheit, und zum Frieden des Herzens.