Christus-Ikone

Weihnachten:
Da kommt ein Licht auf uns zu...


Wir feiern die Geburt Jesu Christi,
von dem der Evangelist Johannes sagt:
„Das wahre Licht kam in die Welt.“
Da kommt also Licht auf uns zu.

In der Krippe, in der Geburt dieses Kindes, kommt ein Licht auf uns zu.
Mit der Geburt dieses Menschen beginnt ein Weg des Lichts.
Im Leben des Mannes von Nazaret gewinnt das Licht eine Gestalt:
Das „wahre Licht“, das Gott selber ist, bekommt in ihm ein Gesicht.
In ihm fällt das Licht Gottes in unsere Welt. Auch in meine Welt.

Mit der Geburt Jesu Christi beginnt ein Weg des Lichts.
In seinem Leben, darin, wie er ist – und wie er den Menschen begegnet,
in dem, was er tut, und in dem, was er sagt,  leuchtet Gott auf.
Das bezeugen die Evangelien, die von ihm erzählen:

In die Sehnsucht der Menschen nach Gott verkündet er die Erfüllung:
„Jetzt ist die Zeit erfüllt, das Reich Gottes ist euch nah!“

Er heilt die Kranken und Leidenden, die sich ihm anvertrauen:
„Fürchte dich nicht! Dein Glaube hat dir geholfen!“

Den hilflos Gelähmten erweckt er zu neuer Kraft:
„Steh auf, nimm deine Bahre und geh!“

„Oben“ und „Unten“ sieht er ganz anders:
„Selig ihr Armen – Selig ihr Hungernden –  Selig ihr Weinenden…“

In den Ängsten und Sorgen des Alltags zeigt er den Weg des Vertrauens:
„Euer Vater weiß, was ihr braucht – sorgt euch nicht…“

Dem harten Urteil der Menschen setzt er heilsame Grenzen:
„Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!“

Den Schuldigen gewährt er den Raum, sich zu wandeln:
„Nicht nur sieben, sondern siebenundsiebzigmal sollt ihr vergeben!“

Bei denen, die wie Zachäus am Rand der Gesellschaft stehen, lädt er sich ein:
„Heute muss ich bei dir zu Gast sein!“

Und am Ende seines Lebens verschenkt er sich selbst in Brot und Wein:
„Nehmt und esst, nehmt und trinkt – das bin ich für euch!“

Ans Kreuz geschlagen, bittet er noch für die, die ihn töten:
„Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“

Und sterbend umfängt er uns alle mit seinen weit geöffneten Armen:
„Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein!“

Die Trauernden an seinem Grab entdecken ihn als den Lebendigen:
„Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? -
Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“

Im Leben des Mannes aus Nazaret fällt das Licht Gottes
in unsere Welt – in unser Leben – in mein Leben – auch heute.
Von Weihnachten aus, von der Krippe aus, fällt Licht in mein Leben.
Von Christus aus, dessen Geburt wir feiern, fällt Licht auf meinen Weg.
Die vielen Wege meines Lebens sehen anders aus – in seinem Licht.
Die Menschen sehen ganz anders aus – in seinem Licht.
Ich selbst sehe ganz anders aus – in seinem Licht.

Wir dürfen leben im Licht dessen, der von sich sagt:
„Ich bin das Licht der Welt.
Wer mir nachfolgt, geht nicht in der Finsternis,
sondern hat das Licht des Lebens.“


(Sr. Teresa)